Curriculum

Endodontologie der DGET

Das DGET-Curriculum richtet sich an Zahnärzte, die ihre endodontischen Fähigkeiten auf ein neues Niveau heben möchten. In acht systematisch aufgebauten Modulen vermittelt es vertieftes Fachwissen, moderne Techniken und wissenschaftlich fundierte Therapieansätze – praxisnah, kollegial und zertifiziert.

Jetzt informieren & anmelden

Ablauf des Curriculums

Das Curriculum umfasst mehr als 150 Fortbildungsstunden, die in acht Modulen an Wochenenden organisiert sind. Die Inhalte sind aufbauend konzipiert – mit klarer Progression vom Grundlagenwissen bis zu komplexen klinischen Situationen.

Didaktische Elemente:

  • Theoretische Grundlagen & Leitlinienwissen
  • Live-Demonstrationen & mikroskopgestützte Übungen
  • Intensive Hands-on-Phasen
  • Fallbesprechungen & klinische Entscheidungsfindung
  • Präsentation eigener Fälle & wissenschaftlicher Beiträge

Die Kurse werden durch erfahrene Referenten aus Klinik, Praxis und Wissenschaft geleitet und finden an spezialisierten Fortbildungszentren statt.
 

Vorteile auf einen Blick

  • Kompakter Zeitrahmen

    8 Curricularabschnitte, die innerhalb eines Jahres absolviert werden können – ideal für eine planbare, berufsbegleitende Fortbildung.

  • Lernen in kleinen Gruppen

    Rund 22 Teilnehmer pro Kursmodul ermöglichen intensives, individuelles Lernen und fördern den kollegialen Austausch.

  • Aktive Teilnahme als Prinzip

    Eigene Fallpräsentationen und Literaturreferate sind integraler Bestandteil – sie fördern die aktive Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis.

  • Überdurchschnittlich hoher Praxisanteil

    Ein großer Anteil praktischer Übungen mit Operationsmikroskopen geht deutlich über das in herkömmlichen Formaten bekannte Maß hinaus.

  • Professionelle Organisation

    Die Durchführung und Betreuung der Kurse erfolgt durch die erfahrene Veranstaltungsagentur Primecon (Düsseldorf).

  • Unabhängigkeit von Industrieinteressen

    Das Curriculum ist firmenunabhängig konzipiert – Produktneutralität sichert wissenschaftliche Objektivität.

  • Qualitätsorientierung statt Monetarisierung

    Der Fokus liegt auf didaktischer und fachlicher Exzellenz – nicht auf wirtschaftlichem Gewinn.

  • Hohe Praxisnähe

    Die Auswahl der Referenten berücksichtigt sowohl Hochschulhintergrund als auch umfassende Praxiserfahrung.

  • Integrierte Hospitation

    Die Teilnahme an einer Hospitation in der Praxis eines Referenten ist verpflichtender Bestandteil des Curriculums und fördert den Wissenstransfer in den Praxisalltag.

Nach erfolgreichem Abschluss & Erfüllung der Voraussetzungen für Mitglieder ergeben sich folgende Vorteile:

  1. Die Möglichkeit, Ihre Kompetenz als „zertifiziertes Mitglied (ZM)“ der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie e. V. (DGET) in Ihrer Außendarstellung sichtbar zu machen
  2. Listung in unserer Behandlersuche als zertifiziertes Mitglied

Ein besonderes Merkmal des DGET-Curriculums ist die Hospitation in der Praxis eines Referenten, die als integraler Bestandteil fest im Ablauf verankert ist. Dem Teilnehmer bietet sich dadurch die Möglichkeit, wertvolle praxisrelevante Informationen zu erlangen, die in ihrer Wirktiefe im Rahmen konventioneller curricularer Fortbildung nicht vermittelt werden können. Gleichzeitig ermöglichen solche Hospitationen dem Teilnehmer die Überprüfung des im Rahmen des Curriculums Vorgestellten im Praxisalltag. Die Referenten wissen, wovon Sie reden und sie beweisen es durch ihr Arbeiten in Anwesenheit des Hospitanten, "quod erat demonstrandum".


Zum Abschluss des Curriculums erfolgt eine individuelle Abschlussprüfung im Rahmen einer DGET-Tagung (gebührenpflichtig). Dieses dient der Reflexion und Überprüfung des Gelernten. Voraussetzung dafür ist die Einreichung eigener klinischer Behandlungsfälle, auf deren Grundlage das etwa einstündige Fachgespräch geführt wird.
Das Curriculum orientiert sich selbstverständlich an den Qualitätsrichtlinien der Europäischen Gesellschaft für Endodontologie (ESE). Für die Teilnahme ist eine Mitgliedschaft in der DGET erforderlich.

Mehr Informationen zur Abschlussprüfung
 

Inhalte der einzelnen Module:

  • Modul 1 - Grundlagen der endodontischen Therapie

    Einführung in das Curriculum (Aufbau, Struktur, Aufgaben, Abschlussgespräch)
    Einführung und Anforderungen an Literaturreferate und Fallpräsentationen
    Grundlagen der endodontischen Therapie: Ziele, Indikationen und Bedeutung
    Indikationsstellung zur Erstbehandlung
    Indikationsstellung zur Revision fehlgeschlagener endodontischer Behandlungen
    Indikationsstellung zur Wurzelspitzenresektion
    Endodontische Diagnostik mit Schmerzdiagnostik und Anästhesie
    Ätiologie pulpo-periapikaler Erkrankungen (Pulpitis, apikale Parodontitis)
    Morphologie des Pulpa-Dentinkomplexes
    Biologie und Pathobiologie der Pulpa und angrenzender Strukturen

  • Modul 2 - Mikroskop, Prä-Endo (Hands On), Zugangskavität (Hands On), Kanaldarstellung
    • Der endodontische Arbeitsplatz
      • Optimale Organisation für effizientes und erfolgreiches Arbeiten.
    • Das Mikroskop in der Zahnheilkunde
      • Grundlagen und praktische Anwendung des OP-Mikroskops für maximale Sicht und Präzision in der Behandlung.
    • Präendodontischer Aufbau
      • Techniken zur Vorbereitung und Stabilisierung des Zahnes vor der eigentlichen endodontischen Behandlung.
    • Gestaltung der primären Zugangskavität
      • Zahnhartsubstanzschonende Techniken zur Gestaltung der Zugangskavität und optimalen Darstellung aller Kanaleingänge.
    • Praktische Übungen
      • Hands-on Training am OP-Mikroskop: Routine im sicheren Umgang mit moderner Technologie entwickeln.
      • Umsetzung präendodontischer Aufbauten und Gestaltung der primären Zugangskavität an realitätsnahen Modellen (ex-vivo).
    • Fallvorstellungen
  • Modul 3 - Vitalerhaltung, RegEndo, MZ-Endo, Mikrobiologische Aspekte und chemische Aufbereitung

    Bedeutung und Management infizierten Dentins

    Prinzipien der chemischen Desinfektion des Wurzelkanalsystems

    Spülstrategien und Aktivierungstechniken

    Medikamentöse Einlagen

    Ursachen postoperativer Schmerzen

    Biologische Folgen von Überinstrumentierung und Überfüllung

  • Modul 4 - Kanalerschließung, Manuelle Aufbereitung und Arbeitslängenbestimmung (Hands On)
    • Fallbesprechungen
    • Sekundäre Zugangskavitäten an den zuvor trepanierten Zähnen
    • Gleitpfaderstellung mit manuellen und maschinellen Systemen
    • Bestimmung der Arbeitslänge
    • Manuelle Aufbereitungstechnik (Balanced Force)
    • Praktische Übungen aller Arbeitsschritte am Mikroskop
    • Fallvorstellungen der Teilnehmer/innen
  • Modul 5 - Wurzelkanalaufbereitung (Hands On) (2 volle Tage)

    Details folgen in Kürze

  • Modul 6 - Wurzelkanalfüllung (Hands On) und post Endo

    In diesem Modul werden die Voraussetzungen für und die Anforderungen an die Wurzelkanalfüllung und deren Impakt auf den Therapieerfolg erlernt.

    Sie erhalten einen Überblick über Wurzelkanalfülltechniken, deren Vorteile, Nachteile und Einschränkungen, sowie über die dazugehörigen Materialien basierend auf dem aktuellen Stand der Literatur.

    Die anatomischen Anforderungen werden an Hand klinischer Fallbeispiele umfangreich illustriert und die Möglichkeiten der verschiedenen Wurzelkanalfülltechniken, diesen Anforderungen gerecht zu werden, diskutiert. Hierbei wird insbesondere dem Vergleich zwischen thermoplastischen und sealer-basierten Techniken Rechnung getragen.

    Die erforderliche Gestaltung der Wurzelkanalpräparation als Voraussetzung für eine präzise und kontrollierte Wurzelkanalfüllung und mögliche Vorgehensweisen hierzu werden erläutert und wissenschaftlich belegt.

    Hands On: Ausgewählte thermoplastische Techniken werden am Mikroskop geübt

    Zudem werden die Anforderungen und Empfehlungen an die postendodontische Versorgung gemäß ESE-Guideline vermittelt.

  • Modul 7 - Revision (Hands On)

    Diagnostische Grundlage und Bewertung von Erfolg und Misserfolg
    Indikationsstellung für Revisionsbehandlungen
    Grundlagen, Behandlungsplanung
    Techniken für die Revision von Wurzelkanalfüllungen
    Techniken für die Entfernung von Stiften, frakturierten Instrumenten
    Management von Perforationen
    Abgrenzung und Indikationsstellung Wurzelspitzenresektion
    Praktische Übungen: Entfernung von Glasfaserstiften und Wurzelkanalfüllmaterial, Darstellen eines mb2-Kanals, Management einer Stufe, Entfernung eines frakturierten Instrumentes
    Fallvorstellungen und Literaturreferate der Teilnehmer

  • Modul 8 - Dentale Traumatologie, Praxisorganisation, Falldarstellungen, kollegiales Abschlussgespräch, Repetitorium

    Restaurative Versorgung frakturierter Zähne
    Möglichkeiten der Vitalerhaltung
    Endodontie bei offenem Apex nach Zahntrauma
    Erhalt von Zähnen mit tiefen subgingivalen Frakturen
    Aktuelle Therapie bei Dislokationsverletzungen
    Antiresorptiv-regenerative Therapiekonzepte
    Wurzelresorptionen und deren Behandlung

Organisation
Prime Consulting GmbH
Paulusstraße 1
40237 Düsseldorf

Tel.: 0211 - 4 97 67 20
Fax: 0211 - 4 97 67 29
E-Mail: wolters@primecon.eu

Informationen und Ihre Anmeldemöglichkeit finden Sie hier.
 

Die Wissenschaftliche Leitung liegt bei der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie e.V.
Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns direkt sekretariat@dget.de.