Traumatologie

Bei Zahnverletzungen zählt jede Minute – die DGET stellt Ihnen aktuelle Leitlinien und Empfehlungen zur Verfügung, damit Sie in der Praxis schnell, fundiert und richtig handeln können.

S2k-Leitlinie „Dentales Trauma“

Dentale Traumata:
Leitlinienbasiert versorgen.

Die interdisziplinär erarbeitete Sk2-Leitlinie zur dentalen Traumatologie bietet Zahnärzte eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlage zur Versorgung verletzter Zähne – von der Primärdiagnostik bis zur langfristigen Rehabilitation. Basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und bewährten Verfahren, legt sie den Fokus auf:

  • Erhalt der Zahnpulpa – vorrangiges Ziel insbesondere bei jungen Patienten mit offenem Apex
  • Spezifische Empfehlungen zur Schienung und Behandlung komplexer Frakturen und Dislokationen
  • Differenzierte Primärversorgung bei Kronen-Wurzel-Frakturen, Avulsionen und Intrusionen
  • Therapieoptionen bei Zahnverlust – von Interimsprothese bis autogener Zahntransplantation
  • Prävention und Nachsorge – inklusive Empfehlungen zu Sportmundschutz, Bildgebung und Verlaufskontrolle

Sie basiert auf aktuellen Erkenntnissen und praxisbewährten Verfahren, ist jedoch rechtlich nicht bindend. Leitlinien werden regelmäßig überprüft und angepasst. Sie unterstützt nicht nur die Standardisierung von Abläufen, sondern trägt maßgeblich zur Qualitätssicherung im Praxisalltag bei. Bitte beachten Sie, dass stets die aktuellste Version auf www.dgzmk.de oder www.awmf.org abrufbar ist.

 

Primärversorgung nach Zahntrauma

Schnell handeln – richtig entscheiden.

Die Primärtherapie am Unfalltag ist entscheidend für die Langzeitprognose traumatisierter Zähne – besonders bei Kindern und Jugendlichen. Fehler in der Erstversorgung können zu irreversiblen Schäden führen. 

Das MUSS–SOLL–KANN-Schema unterstützt bei:

  • begrenzter Zeit in der Notfallversorgung
  • unklarer Verletzungsschwere
  • fehlender Routine mit komplexen Traumafällen
  • rechtlicher Absicherung durch dokumentierte Struktur

Weitere Informationen

 

 

Befundbogen
Zahntrauma

Ein strukturierter Befundbogen hilft, keine Details zu vergessen – sowohl in der Erstversorgung als auch in der Dokumentation für spätere Verlaufskontrollen. Die DGET stellt Ihnen einen praxisorientierten Bogen zur Verfügung, der schnell ausfüllbar und wissenschaftlich fundiert ist.

Befundbogen herunterladen

Kompaktempfehlungen
Traumatologie

  • Sollten traumabedingt obliterierte Zähne wurzelkanalbehandelt werden?

    Kommt es infolge einer Dislokationsverletzung zu einer Obliteration des Wurzelkanals ist trotz fehlender Reaktion auf den Sensibiltätstest keine Wurzelbehandlung indiziert sofern keine klinische (Beschwerden, Perkussionsempfindlichkeit, Fistel) oder radiologische Zeichen auf das Vorhandensein einer Parodontitis hindeuten.

    Zur Kompaktempfehlung der DGET

  • Sollten traumabedingt dunkel verfärbte Milchzähne behandelt werden?

    Milchzähne, die sich nach einer Dislokationsverletzung dunkel verfärben, sollten nicht behandelt werden und können so belassen werden, sofern keine weiteren klinischen oder radiologischen Symptome vorhanden sind.

    Zur Kompaktempfehlung der DGET

Treten Sie mit uns in Kontakt und profitieren Sie von unserem profesionellen Netzwerk und Know-how, um bestmögliche Patientenversorgung zu erreichen!